5.1 Grundlagen

Funktion

Eine Funktion hat einen Definitionsbereich und einen Wertebereich .
Der Input heißt unabhängige Variable (Argument) und der Output abhängige Variable.

Komposition

Sei und .

ist die innere und die äußere Funktion.

4.6 Einschränkung / Restriktion

Es sei mit und es sei weiters .
Dann kann man die Einschränkung/Restriktion von auf betrachten, die Funktion

Man beachte, dass und a priori zwei verschiedene Funktionen sind.

Beispiel ist bijektiv.

4.2 Beschränkt

Es sei mit . Dann heißt

  1. nach oben beschränkt, falls existiert mit .
  2. nach unten beschränkt, falls existiert mit .
  3. beschränkt, falls existiert mit .

5.1.1 Spezielle Funktionen

4.8 Identität

Es sei eine beliebige Menge.
Dann ist die Identitätsfunktion definiert als

4.8 Umkehrfunktion

Falls eine Abbildung bijektiv ist, gibt es eine eindeutige Funktion mit der Eigenschaft

Diese Funktion nennt man Inverse (Umkehrfunktion) und wird mit bezeichnet.

5.1.2 Properties

Monoton Wachsend / Fallend

Wir betrachten eine Funktion . Diese Funktion nennen wir

  • monoton wachsend, falls gilt:
  • monoton fallend, falls gilt:

Streng Monton

Eine Funktion ist streng monoton wachsend / fallend falls die Ungleichung mit (oder ) gilt.

4.12 Monoton injektiv

Jede streng monotone Funktion ist injektiv.

Proof: Nehme an wir haben eine streng monotone Funktion die nicht injektiv ist.

  • Dann gilt sodass weil nicht injektiv.
  • Aber oBdA was ein Widerspruch ist.

Gerade / ungerade Funktionen

Eine Funktion ist

  • gerade falls gilt
  • ungerade falls gilt

Beispiel:

  • (ungerade Potenzen) sind zum Beispiel ungerade, oder
  • oder gerade Potenzen

Konvex / Konkav

Der Graph einer Funktion heißt linksgekrümmt (Konvex) falls der Graph eine Linkskurve vollführt.
Der Graph einer Funktion heißt rechtsgekrümmt (Konkav) falls der Graph eine Rechtskurve vollführt.

Beachte, es gilt ebenso die Sekantenregel. Für jede Sekante im Intervall muss gelten, dass alle Punkte der Funktion über (konkav) oder unter (konvex) der Sekante sind.

5.2 Grenzwerte

4.16 Grenzwert

Es sei , es sei und es gelte

Dann ist der Grenzwert/Limes von an der Stelle , falls gilt

Eindeutigkeit

Der Grenzwert einer Funktion ist eindeutig bestimmt.

Beachte, dass die Funktion nicht unbedingt an der Stelle des Grenzwerts definiert sein muss (siehe Sprungstelle, Definitionslücke).

Wir können auch ausschließen, in dem wir den Grenzwert anders definieren:

Da gilt kann nicht den Wert annehmen.

Grenzwert im Image

Darf eingesetzt werden, so muss der Funktionswert bei den Grenzwert annehmen .
Darf es nicht eingesetzt werden, so können wir a priori keine Aussage über den Funktionswert an machen.

Nur weil der Grenzwert existiert, heißt nicht, dass an der Stelle definiert ist. Wenn er aber definiert ist, muss er ident sein.

Beispiel:

  1. Fall 1: Definitionslücke
    • Der Grenzwert an der Stelle ist auch wenn die Funktion eine Definitionslücke hat.
  • Dies gilt, egal von welcher Seite wir uns nähern.
 - Wir Können diesen "Fehler beheben" in dem wir an der Stelle $x = 1$  definieren $f(x) = 2$
	 - Dies nennt man auch *stetige Fortsetzung*
	 - die Lücke bei $x = 1$ heißt auch *hebbare Definitionslücke*
	 

2. Fall 2: Sprungstelle
- Die Sprungstelle macht es unmöglich, dass ein Grenzwert an der Stelle existiert. Hierfür müssen wir einseite Grenzwerte definieren.

  1. Fall 3: Unstetigkeitsstelle
    • Wir haben erneut die Sprungstelle an .
    • Wenn wir einschränken auf dann gilt das .
    • Jedoch existiert der Grenzwert nach oberer Definition nicht.
    • Wir können wie vorher wieder definieren und die Funktion stetig machen (hebbare Unstetigkeistsstelle).

5.2.1 Einseitige Grenzwerte

Wie die Beispiele klar machen, ist es unter Umständen schlau die Definition etwas flexibler zu machen.

Einseitige Grenzwerte

Es gelte . Falls gilt

hat in den rechtsseitigen Grenzwert , d.h.

dies geht auch linksseitig, wir schreiben dann .

Beachte, auch hier kann man entweder die Stelle einschließen oder nicht. Falls ja, gilt auch hier . Falls nein muss man das Interval definieren.

Dann kann man auch schreiben

5.2.2 Grenzwerte im Unendlichen

4.19 Grenzwerte im Unendlichen

Falls gilt

hat für gegen unendlich den Grenzwert L, .
Das gleiche gilt für wenn .

Hier gehen wir aus, dass ab einem Punkt das Intervall im Definitionsbereich ist.

5.2.3 Uneigentliche Grenzwerte

Improper Limits in English.

4.20 Uneigentliche Grenzwerte

Falls gilt

hat in den uneigentlichen Grenzwert d.h. .
Das gleiche kann auch für gelten.

Beachte, dass Asymptoten direkt mit (bestimmten) uneigentlichen Limits zusammenhängen.

  • vertikale Asymptote Funktionswert gegen für .
  • Horizontale Asymptote Funktionswert gegen aber .

Beispiele:

  • ist ein uneigentlicher Grenzwert

Ein uneigentlicher Grenzwert ist eine vertikale Asymptote. Ein unendlicher Grenzwert eine horizontale.

5.2.4 Properties

Teilfolgen Konvergenz

Es sei . Dann gilt

genau dann, wenn für jede konvergente Folge welche gegen konvergiert gilt

4.21

Wir nehmen an, es gelte , und sei eine beliebige feste Zahl. Dann gilt:

  1. Falls , haben wir

Note the conditions on not to be infinite.

5.3 Stetigkeit

Intuitiv:

  • . Das Bild des Intervalls , der -Umgebung von , unter der Funktion ist in dem Intervall enthalten, der -Umgebung von .
  • Der Funktionswert unterscheidet sich beliebig wenig () von , wenn man sich der Stelle genügend nähert.